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Burn-out-Syndrom

Live-Interview

mit Dr. Hierl

Fühlen Sie sich chronisch müde, niedergeschlagen, erschöpft? Wird Ihnen alles zu viel? Plagen Sie häufige Infekte oder Konzentrationsstörungen? Das könnten typische Beschwerden eines Burn-out-Syndroms sein. Experten-Tipps von Dr. Alexander Hierl.

Oft sind gerade die Menschen betroffen, die sich mit ihrer Arbeit besonders identifizieren, hohe Ansprüche an sich und andere haben, es allen recht machen wollen und schwer "nein" sagen können. Aber nicht nur Berufstätige jeden Alters kann es treffen. Durch sozialen Streß und gestiegene Anforderungen treten diese Beschwerden bereits bei Schülern immer häufiger auf, wobei die Abgrenzung zum ADS/ADHS eine Herausforderung darstellt.

Diagnose des Burn-out-Syndroms

Burn-out ist eine Multisystem-Erkrankung, d.h. die Funktionsstörung ist nicht auf ein Organ beschränkt. Oft ziehen die Betroffenen von Facharzt zu Facharzt, aber da jeder nur auf sein Fachgebiet beschränkt ist, wird zum einen der fachübergreifende Zusammenhang und die Diagnose Burn-out nicht erkannt, zum anderen wird dem Betroffenen nicht wirklich ganzheitlich geholfen.
Das wichtigste ist, zunächst einmal eine organische Erkrankung als Ursache der Beschwerden auszuschließen, wie z.B. Blutarmut (Anämie), Schilddrüsenstörungen, Nebennierenschwäche, Schlafstörungen, Eisenmangel oder andere Vitalstoffmängel, Allergien, Infektionen, Blutzuckererkrankung (Diabetes) und Herz-, Lungen-, Leber oder Nierenerkrankungen.

Behandlung des Burn-out-Syndroms

Liegt eine Störung an der Halswirbelsäule vor, z.B. nach einem Schleudertrauma oder bei chronischer Fehlhaltung/Verspannung, muß diese z.B. osteopathisch oder chiropraktisch (b.o.d.i.-Therapie) behoben werden, da sie eine chronische Belastung darstellt.
Woran bei der Ursachenabklärung oft nicht gedacht wird, sind Nebenwirkungen bei Medikamenteneinnahme und Vergiftungen mit Insektiziden oder Schwermetallen, die zu einer Störung der zellulären Energieproduktion (Mitochondropathie) führen und dadurch ein chronisches Erschöpfungssyndrom hervorrufen können. Die Betroffenen sind meist erleichtert, wenn eine gründliche Abklärung erfolgt ist und keine organische Erkrankungen gefunden wurde, auch wenn sich der eine oder andere vielleicht eine einfache Erklärung wie eine Schilddrüsenunterfunktion gewünscht hätte.

Bei einer echten Burn-out-Erkrankung ist die Konsequenz nämlich, dass der Mensch seinen gewohnten Lebensstil ändern muß. Das fällt schwer, da in der Regel eine Situation der chronischen Überforderung besteht und alle Ressourcen erschöpft sind. Der wesentliche Schritt ist eine deutliche Reduzierung der Arbeitszeit, in schweren Fällen muß sogar eine "Auszeit" genommen werden, da bereits Alltagsbelastungen nicht mehr bewältigt werden können.

Außerdem muß mit dem Betroffenen intensiv an seiner Work-Life-Balance gearbeitet und es müssen Streßbewältigungsstrategien und Entspannungsverfahren trainiert werden.
In der Regel liegen beim Burn-out-Syndrom eine Erschöpfung der Neurotransmitter im Gehirn und eine nitrosative Belastung (Nitrostress) vor. Die Regeneration kann deshalb unterstützt werden, indem ein gestörter Neurotransmitter-Stoffwechsel behoben der Nitrostress reduziert wird. Beides läßt sich messen und dann gezielt durch natürliche Neurotransmitter-Vorstufen und Cofaktoren, Mineralstoffe und Vitamine ausgleichen.
Das wichtigste ist, es gar nicht erst zum Burn-out kommen zu lassen und bereits bei den ersten Anzeichen präventiv tätig zu werden.

Burn-out-Diagnostik Institut

Das Burn-out-Diagnostik Institut wurde 2009 in München von den Ärzten Dr. Alexander Hierl und Christian Burghardt gegründet. Sie beschäftigen sich seit Jahren mit der Optimierung von Diagnose und Therapie des Burn-out-Syndroms.